Fest van Cleef im Schatten des Pascha
26.07.2008 · 14 Kommentar(e)
Odonien, wo ist eigentlich dieses Odonien. Mitten in Köln soll es sein. Ein Schrottplatz von einem Künstler wo diesen Sommer eine Reihe von Open Air Konzerten stattfinden.
Aber wieso hat man denn noch nie davon gehört? Die Lösung brachte mal wieder das Internet. YouTube hat mir verraten, dass es wohl sowas wie ein Freistaat sein soll, der diesen Sommer quasi umgebaut werden sollte in eine Kulturlandschaft mit Ausstellungen und eben Konzerten. Praktischerweise befindet sich dieses Odonien direkt bei mir um die Ecke und gleichzeitig auch noch gegenüber dem größten Puff Europas, dem Pascha. Dort fand heute das Fest van Cleef, rund um die Bands Kettcar und Tomte statt. 30 Euro sollte der Spaß kosten, zum Glück war der Kölner Stadtanzeiger so gnädig und hat mir gleich zwei Gästelisten Plätze zugelost.
Die auftretenden Bands Ghost Of Tom Joad, Niels Frevert, I Am Kloot, Robocop Kraus, Tomte und Kettcar, sind nicht die Bands die ich gerne mag und unbedingt Live sehen muss. Aber ein paar Freunde waren da und wenn die ganze Geschichte schon umsonst ist? Dann kann man da ja auch mal hingehen.
Den Anfang machten um 15 Uhr, bei strahlenden Sonnenschein und warmen Temperaturen, „Ghost Of Tom Joad“. Allerdings haben wir von der Band nur ein halbes Lied mitbekommen, denn paar Biere waren noch nicht ganz leer und musste geleert werden, bevor wir reingehen konnten. Als wir dann endlich drin waren, musste ich mir erstmal das Gelände angucken. Ich war ja schon neugierig. Ein Schrottplatz, welcher ein Künstler genutzt hat um aus Schrott Skulpturen zu basteln. Genau so sah es auch aus. Überall lagen irgendwelche Dinger rum, Achsen von Zügen, ein Helikopter, Fahrräder, Dinosaurier aus Metall, ein kaputter Kran woran eine Diskokugel befestigt war … usw. Ich fand die Location ziemlich cool, mal was anderes und irgendwie passend für die Veranstaltung.
Von „Niels Frevert“ und „I Am Kloot“, die nach „Ghost Of Tom Joad“ gespielt haben, habe ich nur ganz wenig mitbekommen. Viel mehr war ich damit beschäftigt mich mit Getränken, vorwiegend Wasser, zu versorgen, um die hohen Temperaturen und schwüle Luft irgendwie auszuhalten. Das wurde auch noch durch die geringe Anzahl der Getränkestände und dem überforderten personal erschwert. Das wenige, was ich von den beiden Bands mitbekommen habe, gefiel mir allerdings nicht so besonders. Viel zu melancholisch, zu ruhig. Ich mag eher Bands Live sehen, die Spaß machen und Stimmung verbreiten, zu dessen Musik man tanzen kann. Aber diesen Drang verspürte ich bei den Bands gar nicht. Vielleicht lag es aber auch an dem heißen wetter, dass ich mich auf dem Boden sitzend wohler gefühlt habe.
Kühler wurde es dann aber doch noch. Wolken, Gewitter und Regen waren vorhergesagt, zum Abend hin sollte es dann aber trocken bleiben. Anscheinend hatte sich das Wetter es sich anders überlegt und kam erst zum Abend hin mit Wolken und Regen. Während „Robocop Kraus“ zog es sich dann zu und es fielen die ersten Tropfen. Anfangs empfand man es noch als willkommene Abkühlung, aber als die Wolken am Himmel immer dunkler wurden und die Regentropfen immer öfter auf einen herab fielen, war die Abkühlung gar nicht mehr so willkommen und man sehnte sich doch wieder nach den heißen Sonnenstrahlen. Trotz Regen, fand ich „Robocop Kraus“ an diesem Nachmittag noch am Besten. Sie boten die Tanzbarste Musik und auf der Bühne war mehr los, als bei den anderen Bands. Allerdings war die Ansage von der Band etwas dick aufgetragen. Besser als Franz Ferdinand und Bloc Party zusammen sollen sie sein. Das kann ich nicht bestätigen.
Als vorletzte Band kam eine der Hauptacts des kleinen Festes. Tomte mit Thees Uhlmann kam auf die Bühne. Ich weiß nicht wieso ich sie mir immer wieder angucke, ich finde Thees Uhlmann zum Beispiel ziemlich nervig. Seine Ansagen sind immer so unlustig und melancholisch überladen, dass sie einen anöden. Die Lieder von Tomte stehen dem in nichts nach. Einfach nur schnulzig und übertrieben. Ich möchte sowas nicht unbedingt Live sehen, da kommt bei mir keine Stimmung auf. Sowas höre ich, wenn ich mit meiner Freundin einen schönen Abend verbringen möchte, aber doch nicht, wenn ich auf einem Open Air Festival bin und Spaß haben möchte. Zugegeben, ein gutes Lied haben sie, welches ich auch mitsingen kann und es getan habe, und zwar „Ich sang die ganze Zeit von dir“. Guter und schöner Song mit einer fröhlichen Melodie. Und da es in der Zwischenzeit doller angefangen hat zu Regnen, ich mit den schlechten witzen von Thees Uhlmann nicht besonders viel Spaß hatte, die ganze Veranstaltung mich nicht einen Cent gekostet hat und ich dann auch noch nur sieben Minuten entfernt wohne, habe ich mich entschlossen nach eben den genannten Song, nach hause zu gehen. Ich glaube nämlich nicht, dass es Kettcar noch rausgerissen und die ganze Veranstaltung gerettet hätte.
So sitze ich jetzt hier, mittlerweile wieder trocken, während es draußen weiter regnet und tanzbare Musik aus meinen Boxen kommt. Nichts desto trotz hat es sich gelohnt dorthin zu gehen. Einfach schon um die Location zu sehen und ein paar Bier mit Freunden zu trinken. Aber Tomte und konsorten mag ich einfach nicht leiden. Machste nix.





Und? Wie isses da so? ;)
Also, völlig OK das alles Doof zu finden, aber ob es für ne Veröffentlichung reicht, ich weiß es nicht...
Grüße aus Bielefeld
Nun gut, mir soll es egal sein. Viele meiner Freunde mögen Tomte & Co. sehr gerne und das ist auch völlig okay.
Ich mag sie eben nicht. Wo jetzt genau das Problem ist weiss ich auch nicht.
Ja! Ganze zwei sind es schon...
Bitte die Zusammenfassung kopieren und den eigenen Blog-Eintrag ersetzen, damit die Leute nicht so viel lesen müssen.
Was der Kölner Stadtanzeiger jetzt damit zutun hat, weiss ich allerdings nicht, ausser, dass ich die Karten bei denen gewonnen habe.
Es war ja trotzdem ein netter Nachmittag, aber eben nicht mit den Bands, die ich gerne höre bzw. Live sehen möchte. Kurzgesagt, es waren nicht meine Lieblings Bands. Nicht mehr und nicht weniger.
Dennoch, der Text hat mich amüsiert, weil Journalismus und Musik nicht so Deine Leidenschaften sind, oder? Spricht für die Qualität des Kölner Stadt-Anzeigers.