Oasis in Düsseldorf: Zweiter Versuch
05.02.2009 · 8 Kommentar(e)
Zweimal Oasis, zweimal verschoben. Das erste mal war es das 1Live-Radiokonzert im Kölner Gloria und diesmal traf es das Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle.
Ich scheine kein gutes Omen zu sein. Was beim 1. FC Köln anfängt, geht bei Oasis-Konzerten weiter. Wollen wir mal hoffen, das die Serie reißt, wenn ich im Sommer nach London reisen werde um mir die Gallaghers zusammen mit Kasabian und The Enemy anzugucken. Die Chance für eine erneute Verschiebung ist allerdings groß. Denn ich werde am 12. Juli da sein. Das letzte der drei Wembley-Konzerte innerhalb von vier Tagen. Wir wissen ja alle, dass die Gallaghers nicht die robustesten sind. Wer kann auch erwarten, dass er das durchhält?
Aber wollen wir erst mal das gestrige Konzert auseinander nehmen. Nachdem das Oasis-Erlebnis für mich beginnen konnte, hat mir die Bahn noch ne halbe Stunde Bedenkzeit beschert, ob ich mir das wirklich antun will. Ich wollte und außerdem wollte das, während der unplanmäßig langen Fahrt, angestaute Bier entweichen. Zwei Gründe wieso ich ganz schnell durch die Kontrolle und in die Halle musste.
Zum Glück habe ich meine Freunde, allesamt mit einem gelben Bändchen für die vorderen Reihen ausgestattet und ich nicht, schnell finden können. Ja, gelbes Bändchen, ich hatte zwar keins, aber war trotzdem ganz vorne mit drin. Danke Karin, dass du so dünne Ärmchen hast und danke Jörg, dass du mir das Bändchen überbracht hast. Vorher mussten aber noch ein paar Bier getrunken werden um auf diese glorreiche Idee zu kommen und die Provinzvorband Everlaunch zu umgehen.
Was mich auch dieses mal wieder fasziniert hat, ist die unglaubliche Arroganz eines gewissen Liam Gallagher. Ich meine, ist der wirklich so? Ich fürchte schon. Was denkt er, wenn er das im Fernsehen sieht? Findet er das nicht selber albern? Wahrscheinlich nicht. Aber mal andersrum gefragt, wie wäre es ohne sein Gehabe? Irgendwie gehört es ja dazu und das ist auch gut so. Das viel spannendere Thema des Abends, oder eher der gesamten Tour, war: Was macht seine Stimme? Sie ist ja nicht mehr die beständigste und es bilden sich Ödeme darauf. Verschleiß würde ich mal sagen oder waren es doch die Drogen und der Alkohol, welche ein Rockstar leben so mit sich bringt?
Wie auch immer. Das Konzert war super, trotz der immer noch vorhandenen Arroganz, die aber auch niemand missen möchte, und dem ehemals vorhanden Ödems auf Liams Stimmbändern. Mir hat seine Stimme gefallen, wobei man das auf einem Konzert in der Menge ja eh nicht so wirklich mitbekommt. Meine Highlights waren „Don’t Look Back In Anger“, „Masterplan“, „Slide Away“ und der Typ, der seine Freundin während „Wonderwall“ innig knutschte und tapfer seine Digitalkamera hochhielt und das mehr oder weniger vorhandene Spektakel auf der Bühne filmte. Da bekommt Multitasking eine ganz neue Dimension.
Alles in allem ein gelungener Abend. Ich freu mich jetzt schon auf London, das Wembley Stadium und einem hoffentlich stattfindendes Oasis-Konzert.





Die "Provinzband" Everlaunch habe ich übrigens schonmal Live gesehen und zwar n voller länger. Mir hat es nicht zugesagt und deswegen hatte ich auch keine Lust mir die anzugucken.
Wie auch immer ^^
Und wieso dauert eine BahnANFAHRT so lange NACHDEM das Konzert BEGINNEN konnte? Tja...keiner weiß es... Auch sei es verziehen, dass angestautes Bier "entwichen" muss. Aber was regt man sich auf? Rezensionen darf ja sowieso jeder schreiben, der ein Konzert besuchen kann.
Der leicht "unsichere" Stil lässt dann schon tief Blicken. Am beschämensten für mich ist allerdings die Tatsache, dass sich der Autor offensichtlich abseits des Headliners zu wenig Aufmerksamkeit hinsichtlich der anderen Darbietungen des Abends aufraffen konnte, so dass es zu schreiben nötig wurde "die Provinzvorband Everlaunch zu umgehen"! Da wäre doch zumindest ein Wort der aufmerksamen Kritik an deren Musik angebracht. Aber einfaches Abbügeln mit dem Schlagwort "Provinz"....unverständlich.