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Das isser, Koecki, wie er leibt und lebt!

Ich in Amsterdam
Amsterdam 2007

Ich in Amsterdam
In der Grundschule

Am 15.07.1984 habe ich meiner Mutter kräftig das Mittagessen versaut, denn erst einmal musste sie mich zur Welt bringen. Zu der Zeit wohnte ich mit meiner Familie noch im kleinen, aber feinen Neuenkirchen. Da es diesen Ort ein dutzend mal in Deutschland gibt, sage ich mal, dass es das kleine Kaff direkt neben Rietberg war. 1991, mit schon 7 Jahren auf dem Buckel, sind wir dann passend zur Einschulung in das benachbarte Verl gezogen. Wo ich damals aber überhaupt nicht hin wollte, denn meine große Schwester hatte mir gesagt, dass Schule nicht so besonders toll wäre. Und da ich schon kein begeisterter Kindergartengänger war, dachte ich mir, wenn wir nicht nach Verl ziehen, muss ich auch nicht zur Schule gehen. So viel zur kindlichen Naivität ;)

Im Nachhinein war ich aber doch ganz froh, dass wir nach Verl gezogen sind. Denn dort wohnt der Großteil meiner Freunde und für so ein kleines Dorf kann man in Verl recht viel machen. Wie auch immer, auf jeden Fall musste, oder eher gesagt durfte, ich meine Zeit seit 1991 in Verl verbringen. Dort habe ich die Grundschule und die Realschule durchlaufen, zwar ohne sitzen zu bleiben, aber mit mäßigem Erfolg. Und genau das war auch der Grund wieso ich noch mein Fachabi in Bielefeld hinterher geschoben habe. Denn ich hatte mir irgendwann in den Kopf gesetzt Mediengestalter zu werden, aber das war durch meine Faulheit und dem daraus resultierenden schlechten Zeugnis leider nicht möglich.

In Bielefeld habe ich mich dann ein bisschen auf meinen Arsch gesetzt und mehr für die Schule getan, und siehe da, am Ende hatte ich einen besseren Schnitt als in den Schulen zuvor. War doch gar nicht so schwer. Dass es mir in Bielefeld leichter fiel, lag aber meiner Meinung nach an den Lehrern, die auf dieser Schule wirklich gut waren. Naja, die meisten zumindest.

Mein Fachabi hatte ich 2004 auch in der Tasche. Fachabi, das hört sich so gebildet an, das passt gar nicht zu mir. Na auf jeden Fall sollte dieses Fachabi eine große Veränderung in meinem Leben mit sich bringen. Denn so stur wie ich bin, hatte ich mich bei zahlreichen Firmen in Deutschland als Mediengestalter beworben, obwohl mir viele Leute geraten haben, dass ich mir lieber etwas anderes suchen solle. Meine Sturheit sollte sich aber mal wieder auszahlen, denn zu meiner Freude bekam ich schon nach kurzer Zeit eine Zusage aus Köln. Nicht lange überlegt und schon hatte ich den Vertrag unterschrieben. Es hieß also Abschied nehmen, von dem Ort wo ich 13 Jahre meines Lebens verbracht habe. Abschied nehmen von einem Großteil meiner Freunde. Aber man kann ja nicht sein ganzes Leben in einem kleinen Dorf verbringen.

So und da bin ich jetzt, in der Millionen-Stadt Köln. Dort wo einem so gut wie nie langweilig ist, und wenn doch, dann ist man selbst Schuld. Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut diesen Schritt gewagt zu haben. Es gab anfangs zwar ein paar Eingewöhnungsprobleme, kein Wunder, wenn man plötzlich nur noch Häuser um sich hat, wo mehr als eine Familie drin wohnt, aber nach einiger zeit bekommt man auch das in den Griff, so natürlich auch ich.

Nach genau drei Jahren, im Juni 2007, war es dann soweit, die Abschlussprüfung stand an und ich konnte das beenden, weswegen ich in die große Stadt gegangen bin, die Ausbildung zum Mediengestalter. Es war die erste große Prüfung in meinem Leben und dementsprechend Bammel hatte ich auch davor. Aber wie sagt man nicht so schön in Köln, „Et hätt noch immer jot jejange“, so auch bei mir und der Prüfung. Ich hatte sie bestanden und durfte mich von nun an ganz offiziell als gelernten Mediengestalter bezeichnen. Nach meiner Ausbildung habe ich noch einige Monate in der Firma gearbeitet, wo ich meine Ausbildung beendet hatte, bis ich dann zum Zivildienst eingezogen wurde.